Für die Länder Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Iran, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika und Südkorea stammen folgende Werte aus dem Jahr 2005:
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
Air pollution / Luftverunreinigung
Als Luftverunreinigung werden chemische, physikalische (z.B. Feinstaub) oder biologische Substanzen bezeichnet, die zur Veränderung der natürlichen Charakteristika der Atmosphäre beitragen, die die menschliche Gesundheit beeinflussen oder umweltschädlich wirken. In der Umweltpolitik wird Luftverunreinigung getrennt vom Treibhauseffekt betrachtet, weil sich Luftverunreinigung auf Substanzen bezieht, die durch direkte Wechselwirkung gefährlich für die menschliche Gesundheit, Gebäude und die Biosphäre sind, während die Treibhausgase aufgrund ihres Beitrags zum Klimawandel die Umwelt gefährden. Obwohl die wichtigsten Treibhausgase nicht zur Luftverunreinigung beitragen, sind die Klimaschutz und Luftreinhaltungsmaßnahmen oft verknüpft, weil die gleichen Emissionsquellen betroffen sind.
Annex I Parties / Annex I Staaten
Annex-I-Staaten sind die in Annex I der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen aufgeführten IndustrieLänder, die beschlossen haben, nationale Politiken zur Abschwächung der Klimänderungen zu ergreifen, um ihre Treibhausgasemissionen auf ein früheres Niveau zurückzuführen. Zu den Annex-I-Staaten zählen die 24 Staaten, die 1992 der OECD angehörten: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Island, Irland, Italien, Japan, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Neuseeland, Norwegen, Österreich, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz, Türkei und die USA, sowie die Europäische Union, Liechtenstein und Monaco und 14 Länder, die sich im übergang zur Marktwirtschaft befinden: Bulgarien, Kroatien, Estland, Lettland, Littauen, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ukraine, Ungarn und Weißrussland. Abgesehen von Weißrussland und der Türkei sind diese Länder auch im Annex B des Kyoto-Protokolls aufgeführt, da sie sich zu verbindlichen Emissionsreduktionszielen für die Periode 2008-12 verpflichtet haben.
Automotive fuel-efficiency standards / Kraftstoffverbrauchsstandards für KFZ
Der Kraftstoffverbrauch eines Kraftfahrzeugs wird in der Regel durch das Verhältnis zwischen gefahrenen Kilometern und Kraftstoffverbrauch in Litern angegeben. Die Verbesserung dieses Verhältnisses durch die Einführung von Standards ist eine politische Maßnahme, um den Kraftstoffverbrauch und damit die Luftverunreinigung und die Emissionen von Treibhausgasen aus Fahrzeugen zu reduzieren.
Biodiesel ist ein alternativer Kraftstoff, der aus pflanzlichen Rohstoffen oder anderen ölhaltigen Produkten wie beispielsweise Fischtranöl oder Speiseölen gewonnen wird. Im kommerziellen Gebrauch ist veredeltes Rapsöl der am weitesten verbreitete Rohstoff für Biodiesel, da es als Fettsäuremethylester (FAME) in umgebauten Dieselmotoren verwendet werden kann. Es wird davon ausgegangen, dass der Netto-KohlendioxidAusstoß von Biodiesel um bis zu 60% niedriger ist als der CO2-Ausstoss von Diesel auf Erdölbasis, da der in den pflanzlichen Rohstoffen des Biodiesels enthaltene Kohlenstoff vorher durch die Photosynthese der Pflanzen der Atmosphäre entzogen wurde.
Bioethanol ist ein Biokraftstoff, der aus Biomasse und/oder aus biologisch abbaubaren Abfallanteilen hergestellt wird. Bioethanol kann aus landwirtschaftlichen Rohstoffen gewonnen werden, die Zucker und Stärke enthalten, wie beispielsweise Zuckerrohr, Mais oder Weizen. Lignocellulose-Ethanol auf Grundlage von Holz, Gräsern und pflanzlichen Abfallstoffen ist eine weitere Option, die aber zur Zeit noch nicht kommerziell verfügbar ist. Bioethanol wird als CO2-neutraler Kraftstoff betrachtet, da der in den pflanzlichen Rohstoffen enthaltene Kohlenstoff zuvor durch die Photosysthese der Pflanzen der Atmosphäre entzogen wurde. Deshalb geht man davon aus, dass Bioethanol, im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen, dem Kohlenstoffkreislauf der Erde keinen zusätzlichen Kohlenstoff hinzufügt.
Biokraftstoffe werden aus pflanzlichen Rohstoffen gewonnen. Zu den Biokraftstoffen gehören Biodiesel, Bioethanol und Biogas. Biokraftstoffe gelten als CO2-neutral, weil der in den pflanzlichen Rohstoffen enthaltene Kohlenstoff zuvor durch die Photosysthese der Pflanzen der Atmosphäre entzogen wurde. Daher geht man davon aus, dass Biokraftstoffe, im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen, dem Kohlenstoffkreislauf der Erde keinen zusätzlichen Kohlenstoff hinzufügen.
Biogas besteht hauptsächlich aus Methan, das aus der Fermentierung von organischen Materialien wie z.B. Gülle, Klärschlamm, Speiseresten, Ernteabfälle oder Energiepflanzem gewonnen wird. Biogas wird als CO2-neutraler Kraftstoff betrachtet, da der in den pflanzlichen Rohstoffen enthaltene Kohlenstoff zuvor durch die Photosynthese der Pflanzen der Atmosphäre entzogen wurde. Deshalb geht man davon aus, dass Bioethanol, im Gegensatz zu fossilen Kraftstoffen, dem Kohlenstoffkreislauf der Erde keinen zusätzlichen Kohlenstoff hinzufügt.
Die Abkürzung BRICS steht für die Länder Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Diese Länder gehören nicht zur OECD, aber sowohl ihre bevölkerungszahlen als auch ihr politischer und ökonomischer Einfluss machen sie zu einem wichtigen Partner in der internationalen Klimapolitik.
Carbon dioxide (CO2) / Kohlendioxid (CO2)
Kohlendioxid ist ein Gas, welches auf natürliche Weise bei der Atmung von Tieren und beim Abbau von Biomasse entsteht und von Pflanzen zur Betreibung von Photosyntese benötigt wird. Obwohl die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre nur 379 parts per million beträgt, d.h. weniger als 0,04% der Atmosphäre ausmacht, ist es das wichtigste Treibhausgas. Die Verbrennung fossiler Energieträger bewirkt einen Anstieg der Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre.
CDM
Clean Development Mechanism - Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung
Certified Emission Reduction - Zertifizierte Emissionsreduktionen
Certified Emission Reduction - Zertifizierte Emissionsreduktionen
Certified Emission Reduction - Zertifizierte Emissionsreduktionen IndustrieLänder mit Reduktionsverpflichtungen, die im Annex B des Kyoto-Protokolls aufgeführt sind, können bei Ländern, die dort nicht aufgeführt sind - zumeist Entwicklungs- und SchwellenLänder, sogenannte zertifizierte Emissionsreduktionen (Certified Emission Reductions - CERs) einkaufen. Eine CER belegt eine Emissionsreduktion um eine Tonne CO2-Äquivalente. Dieses Instrument des Emissionshandels eröffnet die möglichkeit, Treibhausgasemissionen dort zu verringern, wo dies am kostengünstigsten ist.
Clean Development Mechanism (CDM) / Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung
Der Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung ist einer der drei Kyoto-Mechanismen. Unter dem CDM können Annex-I-Staaten Projekte in Nicht-Annex-I-Staaten (d.h. in der Regel in EntwicklungsLändern) finanzieren, die der Reduktion von Treibhausgasemissionen dienen. Dafür erhalten sie Emissionsgutschriften, welche sie einsetzen können, um ihre eigenen Reduktionsziele zu erfüllen.
Die Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) definiert Klimawandel als eine "Änderung des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen ist, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändert, und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommt".
Unter dem Begriff Klimapolitik werden Strategien undMaßnahmen gefasst, die zum Ziel haben, dem Klimawandel entgegen zu wirken. Klimapolitik kann in zwei Hauptbereiche unterteilt werden: Anpassung an den unvermeidlichen Klimawandel (adaptation) und Abmilderung des Klimawandels (mitigation). Die Abschwächung des Klimawandels kann zum einen dadurch erreicht werden, dass Treibhausgasemissionen verringert werden und zum anderen durch die Erhaltung und Unterstützung von Kohlenstoffsenken wie z.B. Wäldern. Mit Anpassung sind Maßnahmen gemeint, die es Gesellschaften ermöglichen, sich auf die Folgen des Klimawandels einzustellen und die Widerstandsfähigkeit der Gesellschaft gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen.
Climate technologies / Klimaschutz-Technologien
Klimaschutz-Technologien, die CO2 einsparen oder vollständig vermeiden, sind nicht eindeutig definiert. Hinzukommt, dass diese aus einer Vielzahl von anderen Technologien und Vorprodukten bestehen, die einzeln ggf. nicht als klimaschützend wahrgenommen werden. Jedoch können Klimaschutz-Technologien ihre Wirkung nur im Zusammenspiel mit diesen entfalten. Zu den Klimaschutz-Technologien, die unter "Climate Inventions" im Datensatz des Map Creators enthalten sind, zählen Innovationen aus den Bereichen Gebäude, Biomasse, CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS), Zement, Kraftstoff-Einspritzung, Geothermie, Wasserkraft, Beleuchtung, Methan-Abscheidung, Meeres- und Solarenergie, Abfallverwertung, Windkraft.
Brennstoffe sind Substanzen, welche verbrannt werden, um Wärme oder Energie zu erzeugen.
CO2 equivalent (CO2 equiv.) / CO2-Äquivalent (CO2-Äqu.)
Das CO2-Äquivalent ist eine relative Maßeinheit, die dazu dient, Emissionen verschiedener Treibhausgase anhand ihres Beitrags zum Treibhauseffekt (Treibhauspotentials) zu vergleichen. für eine vorgegebene Treibhausgasemission gibt das CO2-Äquivalent an, welche Menge CO2 über eine festgelegte Zeit dieselbe Auswirkung auf den Treibhauseffekt hätte. CO2-Äquivalente werden berechnet, indem die Emissionsmenge mit dem Treibhauspotential des betreffenden Treibhausgases multipliziert wird.
Die CO2-Steuer ist eine Steuer, welche auf Kraftstoffe propotional zu ihrem Kohlenstoffgehalt erhoben wird. Dadurch, dass Kohlenstoff einen Preis erhält, soll die Nutzung von weniger kohlenstoffhaltigen Brennstoffen und die Energieeinsparung gefördert werden.
Conference of the Parties (COP) / Vertragsstaatenkonferenz (COP)
Die Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) ist das höchste Gremium der Klimarahmenkonvention. Die Konferenz setzt sich aus allen Vertragsstaaten zusammen und trifft sich einmal im Jahr, um den Fortschritt der Konvention zu überprüfen. Die Vertragsstaatenkonferenz beschließt Rechtsinstrumente zur Erreichung des Ziels der Klimarahmenkonvention.
Conference of the Parties serving as the Meeting of the Parties (COP/MOP) / Vertragsstaatenkonferenz und Treffen der Vertragsstaaten (COP/MOP)
Gemäß der Klimarahmenkonvention fungiert die Vertragsstaatenkonferenz (COP) auch als Treffen der Parteien des Kyoto-Protokolls (MOP). Die Treffen der COP und COP/MOP werden zum gleichen Zeitpunkt abgehalten, um Kosten zu senken und die Koordination zwischen der Konvention und dem Kyoto-Protokoll zu erleichtern.
Conference of the Parties / Vertragsstaatenkonferenz
Die Diesel-Steuer ist eine Steuer auf den Verkauf von Dieselkraftstoffen. Auf Grund der höheren Kraftstoffeffizienz von Dieselmotoren wird der Dieselkraftstoff in der Steuerpolitik einiger Regierungen gegenüber Benzin bevorteilt. Deshalb sind die Steuersätze für Diesel häufig geringer als für andere Kraftstoffe.
Als Emission wird eine Substanz, die in die Umwelt freigesetzt wird, oder die Freisetzung dieser Substanz bezeichnet. Meist bezieht sich der Begriff auf Substanzen, die in die Luft gelangen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Abgase aus der Verbrennung von Brenn- und Kraftstoffen.
Emissions trading / Emissionshandel
Der Emissionshandel ist ein System, in dem Rechte zum Ausstoß bestimmter schädlicher Stoffe geschaffen und gleichzeitig begrenzt werden. Emittenten, die ihre zugeteilten Grenzen unterschreiten (oder unter dem in einem Referenzszenario ermittelten Wert bleiben), können ihre überschüssigen Emissionsrechte an Emittenten verkaufen, deren Ausstoß die maximal zugelassene Menge überschritten hat. Ziel ist es, umweltpolitische Vorgaben zu möglichst minimalen wirtschaftlichen Kosten umzusetzen, indem ein Marktmechanismus geschaffen wird, der dafür sorgt, dass zuerst die Emittenten mit den geringsten Vermeidungskosten ihre Emissionen reduzieren. Das erste Emissionshandelssystem wurde 1990 in den USA für Schwefeldioxid eingeführt. für Treibhausgasemissionen sieht das Kyoto-Protokoll den Internationalen Emissionshandel (International Emissions Trading, 'IET') als einen der drei Kyoto-Mechanismen vor. Emissionshandel bedeutet in diesem Fall, dass ein Annex-I-Staat Emissionsrechte (sog. "Assigned Amount Units") an andere Annex-I-Staaten übertragen oder von anderen Annex-I-Staaten erwerben kann.unabhängig vom Internationalen Emissionshandel können Länder oder Regionen auch eigene Emissionshandelssysteme einrichten, um ihre Reduktionsziele zu erreichen. Das bekannteste Beispiel ist das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS), das im Gegensatz zum zwischenstaatlichen IET Emissionsrechte an private Akteure vergibt.
Energy efficiency / Energieeffizienz
Energieeffizienz beschreibt das Verhältnis zwischen Energieeinsatz und der damit erbrachten Leistung. Die Verbesserung der Energieeffizienz wird als ein wirksames Instrument zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen angesehen.
Energy efficiency standards / Energieeffizienzstandards
Energieeffizienzstandards sind Vorgaben für die Energieeffizienz von Produkten. Zum Teil verbieten sie den Verkauf von Produkten, deren Energieeffizienz den Anforderungen von Mindeststandards nicht entsprich. Energieeffizienzstandards können durch eine Energieeffizienz-Kennzeichnung ergänzt werden, die den Verbrauchern Informationen zum Energieverbrauch der jeweiligen Produkte bietet.
Flexible mechanisms / Flexible Mechanismen
Kyoto mechanisms / Kyoto-Mechanismen
Fossil fuels / Fossile Brennstoffe
Zu den fossilen Brennstoffen zählen insbesondere Kohle, Erdgas und Erdöl, die in Millionen von Jahren aus den Zerfallsstoffen von Tieren und Pflanzen entstanden sind. Fossile Brennstoffe gelten als nicht erneuerbar, da sich ihre Entstehung über geologische Zeiträume erstreckt. Die Verbrennung von fossilen Brennstoffen führt zu einem Anstieg des CO2-Gehalts der Atmosphäre, weil dabei Kohlenstoff, der sehr lange in der Erdkruste gebunden war, in sehr kurzer Zeit freigesetzt wird.
Die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und SchwellenLänder (G-20) ist ein seit 1999 bestehender, informeller Zusammenschluss aus 19 Staaten und der Europäischen Union. Die G-20 soll als Forum für die Kooperation und Konsultation in Fragen des internationalen Finanzsystems dienen. Zur G-20 gehören Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Europäische Union, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Suadi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Türkei und die Vereinigten Staaten von Amerika. Die direkt oder indirekt vertretenen Staaten umfassen zwei Drittel der Weltbevölkerung, erwirtschaften rund 90 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) und bestreiten 80 Prozent des Welthandels
Die Benzinsteuer ist eine Verbrauchssteuer auf Benzin. Die Erhebung dieser Steuer kann unter anderem dazu dienen, den Benzinverbrauch zu senken. Die Benzinsteuer ist üblicherweise höher als die Dieselsteuer, weil Benzin eine niedrigere Effizienz hat als Diesel.
Gross Domestic Product (GDP) / Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Global Warming Potential (GWP) / Treibhauspotential
Das Treibhauspotential ist ein Maß für die mittlere Erwärmungswirkung eines Treibhausgases, das sich aus der Verweildauer des Gases in der Atmosphäre und der Wärmeabsorption des Treibhausgases ergibt. Der Index beschreibt, wie stark ein bestimmtes Treibhausgas zur Erderwärmung beiträgt. Das auf "1" normierte Treibhauspotential von CO2 dient dabei als Vergleichswert, so dass eine direkte Umrechnung von Nicht-CO2-Treibhausgasemissionen in CO2-Äquivalente möglich ist.
Gross Domestic Product (GDP) / Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt den Output an Gütern und Dienstleistungen an, die von einer Volkswirtschaft in einer bestimmten Periode, üblicherweise ein Jahr, hergestellt bzw. zur Verfügung gestellt werden, bewertet mit Marktpreisen. Es ist "brutto", weil der Wiederbeschaffungswert von Kapitalgütern nicht in Betracht gezogen wird. Es gibt verschiedene Methoden, das BIP zu berechnen. Das "aktuelle" dollarbasierte BIP wird unter Heranziehung heutiger Dollarwerte berechnet, wobei die Inflationseffekte Vergleiche zwischen verschiedenen Zeitperioden erschweren. Das "konstante" dollarbasierte BIP löst dieses Problem, indem es die aktuellen Werte in "Standarddollars" (Wert zu einer bestimmten Zeit, z.B. im Jahr 2000) konvertiert. Hiermit werden Verzerrungen durch die Inflation vermieden und Vergleiche zwischen Perioden ermöglicht. PPP steht für purchasing power parity (Kaufkraftsparität), ein Kriterium, das Preisdifferenzen zwischen verschiedenen Ländern mit einbezieht und so einen internationalen Vergleich von realer Wertschöpfung und Einkommen ermöglicht. Ausgehend von der PPP US$ Rate hat PPP US$1 dieselbe Kaufkraft in der jeweiligen nationalen Volkswirtschaft wie $1 in den USA.
Greenhouse effect / Treibhauseffekt
Unter Treibhauseffekt wird die Erwärmung der Erdatmosphäre durch die Wirkung von Kohlendioxid und anderen Treibhausgasen verstanden. Die Treibhausgase wirken ähnlich einer Glasscheibe im Treibhaus: Die Sonnenstrahlung kann ungehindert durch die Treibhausgase in die Atmosphäre eindringen. Wenn die Sonnenstrahlung in Berührung mit der Erdoberfläche kommt, wird ein Teil in die Atmosphäre als Infrarot-Strahlung (Wärme) zurückreflektiert. Die Treibhausgase halten diese Infrarot-Strahlung in der Atmosphäre und verhindern einen ausgleichenden Verlust von Wärmestrahlung. Der natürliche Treibhauseffekt ist die Voraussetzung für das Leben auf der Erde. Menschliche Aktivitäten seit dem Beginn der Industrialisierung haben allerdings zu einem Anstieg der Treibhausgaskonzentration in der Atmosphäre und damit zu einem zusätzlichen anthropogenen Treibhauseffekt geführt. Der Anstieg der globalen Mitteltemperatur und die darauf beruhenden KlimaVeränderungen sind eine Folge des anthropogenen Treibhauseffekts.
Greenhouse gas (GHG) / Treibhausgas (THG)
Viele chemischen Verbindungen in der Erdatmosphäre wirken als Treibhausgase. Diese Gase lassen die Sonnenstrahlung ungehindert in die Atmosphäre gelangen. Wenn die Sonnenstrahlung in Berührung mit der Erdoberfläche kommt, wird ein Teil in die Atmosphäre als Infrarot-Strahlung (Wärme) zurückreflektiert. Die Treibhausgase halten diese Infrarot-Strahlung in der Atmosphäre und verhindern einen ausgleichenden Verlust von Wärmestrahlung. Das Kyoto-Protokoll behandelt die folgenden, im Annex A aufgeführten, Treibhausgase: Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Distickstoffoxid (N2O), Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe (HFC), perfluorierte Fluorkohlenwasserstoffe (PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6).
Gross value added / Bruttowertschöpfung (BWS)
Die Bruttowertschöpfung (BWS) ist eine Kennzahl der Entstehungsrechnung der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung. Sie ergibt sich aus dem Gesamtwert der in einem Land erzeugten Waren und Dienstleistungen (Produktionswert), abzüglich dem Wert der Vorleistungen. Die Vorleistungen sind alle von den anderen Wirtschaftssubjekten bezogenen und im Produktionsprozess umgewandelten bzw. verarbeiteten Güter und Dienstleistungen, die für die eigene Leistungserbringung notwendig sind. Vorleistungen sind beispielsweise Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Zwischen- und Halbfertigprodukte, sowie Reparaturaufwand anderer Unternehmen, Zinsen für Bankkredite, Provisionen, Mieten und Pachten.
Giga Watt hour / Gigawattstunde
Eine Gigawattstunde ist eine Maßeinheit für elektrische Energie, die einer Milliarde Wattstunden oder einer Million Kilowattstunden entspricht. Eine Kilowattstunde entspricht der elektrischen Energie, die eine Machiene mit einer Leistung von 1000 Watt, in einer Stunde herstellt oder verbraucht.
Wasserkraft ist eine erneuerbare Energiequelle, bei der durch fließendes Wasser Turbinen angetrieben werden. Man unterscheidet Fließgewässerkraftwerke und Staudammkraftwerke.
Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) / Zwischenstaatlicher Ausschuß für Klimaänderungen
Das IPCC, auch Weltklimarat genannt, wurde 1998 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Das IPCC ist ein der Klimarahmenkonvention beigeordneter Ausschuß. Das IPCC analysiert die weltweit erscheinende wissenschaftliche und technische Literatur zum Klimawandel und publizierte bisher vier Sachstandsberichte in den Jahren 1990, 1995, 2001 und 2007. Die Berichte gelten als die glaubwürdigste Quelle für Informationen über den Klimawandel, da sie den Konsens der führenden Klimatologen darstellen. Im Jahr 2007 erhielt das IPCC den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen, Wissen über den Klimawandel zusammenzutragen, zu verbreiten und die Basis fürMaßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels zu legen.
Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) / Zwischenstaatliche Ausschuß für Klimaänderungen.
JI
Joint Implementation / Mechanismus der gemeinsamen Umsetzung
Joint Implementation / Mechanismus der gemeinsamen Umsetzung
Der Mechanismus der gemeinsamen Umsetzung (Joint Implementation, JI) ist einer der drei Kyoto-Mechanismen. Durch JI kann ein Annex-I-Staat "Emissionsreduktionseinheiten" (Emission Reduction Units, ERUs) erhalten, wenn er Projekte (mit)finanziert, die Netto-Treibhausgasemissionen in anderen Annex-I-Ländern reduzieren.
Kyoto mechanisms / Kyoto-Mechanismen
Das Kyoto-Protokoll sieht drei Kyoto-Mechanismen (auch flexible Mechanismen genannt) vor: Internationaler Emissionshandel (International Emissions Trading, IET), Mechanismus der gemeinsamen Umsetzung (Joint Implementation, JI) und Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung (Clean Development Mechanism, CDM). Ziel dieser Mechanismen ist es, die Flexibilität bei der Erfüllung der Kyoto-Ziele zu erhöhen und die Kosten für die Senkung des Ausstoßes von Treibhausgasen zu reduzieren.
Kyoto Protocol / Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll ist ein mit der UN-Klimarahmenkonvention verbundenes internationales übereinkommen, das die Parteien der Klimarahmenkonvention bei der 3. Vertragstaatenkonferenz (COP 3) in Kyoto im Jahr 1997 angenommen haben. Durch das Protokoll verpflichten sich die Industrieländer, die in Annex B aufgeführt sind, zu verbindlichen Zielen für die Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen. Das Kyoto-Protokoll trat am 16. Februar 2005 in Kraft, nachdem mehr als 55 Vertragsparteien, die zusammen für mehr als 55% der Treibhausgasemissionen der Annex-I-Staaten verantwortlich sind, den Vertrag ratifiziert hatten.
Kyoto ratification / Kyoto Ratifizierung
Ratifizierung bezeichnet die formelle Annahme einer Konvention, eines Protokolls oder eines anderen völkerrechtlichen Vertrags, häufig durch ein Votum des Parlaments. Durch diesen Akt wird ein Land zu einer Vertragspartei. Die Ratifizierung ist ein Prozess, der sich nach der Unterzeichnung eines Vertrages durch ein Land vollzieht. Die Klimarahmenkonvention und das Kyoto-Protokoll müssen separat unterzeichnet und ratifiziert werden. Im Jahr 2009 waren 186 der 192 Mitglieder der Klimarahmenkonvention auch Vertragsparteien des Kyoto-Protokolls.
Ein Kyoto Ziel ist die Verpflichtung eines Industrielandes zur Reduktion von Treibhausgasemissionen entsprechend Annex B des Kyoto-Protokolls. Kyoto-Ziele sind definiert als prozentuale Reduktionen gemessen am Basisjahr (für die meisten Länder: 1990) für den 5-Fünfjahreszeitraum 2008-2012.
Land Use, Land Use Change and Forestry / Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft
Land Use, Land Use Change and Forestry (LULUCF) / Landnutzung, Landnutzungsänderungen und Forstwirtschaft
LULUCF bezeichnet im Kyoto-Protokoll die Emissionen und Emisionsreduktionen, die auf Grund von Aktivitäten im Bereich Landnutzung, Landnutzungsänderung und Forstwirtschaft (LULUCF) entstehen, beispielsweise bei Umwandlung von Wald in Ackerbauflächen. Der in der Biomasse der Wälder gebundene Kohlenstoff, wird dabei durch Brandrodung oder die Verwesung der Hölzer als CO2 an die Atomosphäre abgegeben. Umgekehrt kann der LULUFC Sektor durch Aufforstung auch zur Speicherung von CO2 und damit zur Verringerung von CO2-Emissionen beitragen.
Kernenergie (auch Atomenergie) ist das Produkt von Kernspaltungen innerhalb eines Kernreaktors. für die Erzeugung von Kernenergie wird Uran benötigt, eine nicht-erneuerbare Ressource, aber es werden keine direkten Treibhausgasemissionen ausgestoßen.
Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) / Organisation für Wirtschaftszusammenarbeit und Entwicklung
Die OECD wurde 1961 gegründet und besteht derzeit aus 30 Industrieländern, die sich zu Demokratie und Marktwirtschaft bekennen. Die OECD versteht sich als Forum für den Erfahrungsaustausch. Sie fürdert internationale Kooperationen für Politikvergleiche und bezieht auch Nicht-OECD-Staaten in diese Prozesse ein. Die OECD unterhält umfassende Datenbanken, die weltweite ökonomische und soziale Daten enthalten.
Die Ozonschicht ist die untere Region der Stratosphäre, 15-25 km oberhalb der Erdoberfläche, in der Ozon in einer relativ hohen Konzentration auftritt. Der verstärkte Ausstoß von Gasen wie Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), die den Abbau von Ozon bewirken, hat in den letzten Jahrzehnten zu einem Rückgang der Ozonkonzentration in der Stratosphäre und zum Auftreten von Ozonlöchern gefährt. Das 1987 beschlossene Montrealer Protokoll zielt deshalb auf die vollständige Abschaffung der ozonschädlichen Substanzen ab. Die Zerstörung der Ozonschicht und der Klimawandel sind zwei getrennte, voneinanderunabhängige Umweltprobleme. Viele der ozonschädlichen Substanzen wirken jedoch gleichzeitig als starke Treibhausgase, ebenso wie einige der Substanzen, die benutzt werden, um die unter dem Montrealer Protokoll verbotenen Verbindungen zu ersetzen. Daher sind Maßnahmen zum Schutz der Ozonschicht auch für den Klimaschutz relevant.
Ein Vertragsstaat ist ein Staat (oder eine Organisation der regionalen Wirtschaftsintegration, wie etwa die Europäische Gemeinschaft), der sich einem völkerrechtlichen Vertrag unterwirft und für den dieser Vertrag in Kraft getreten ist.
Primary energy supply / Primärenergieverbrauch
Der Primärenergieverbrauch ist die Summe aus der in einem Land gewonnenen Energie und der importierten Energie. Davon abgezogen werden die Energieexporte und die Menge an Energie, die an Hochseeschiffe abgegeben wird. Hinzuzurechnen bzw. abzuziehen sind auch die Veränderungen in den Energiespeichern von Herstellern, Importeuren, Energieversorgern und großen Verbrauchern.
Research & Development / Forschung & Entwicklung
Research & Development / Forschung & Entwicklung
Forschung und Entwicklung ist definiert als Grundlagen- und angewandte Forschung in der Konstruktion, dem Design und der Entwicklung von Prototypen und Prozessen. Forschung und Entwicklung beinhaltet nicht Qualitätskontrolle, Routine-Produkttests, Marktforschung, Produktwerbung, Verkaufsservice, Forschung im Bereich Sozialwissenschaften und Psychologie, und andere nicht technologische Aktivitäten oder technische Dienstleistungen.
Renewable energy / Erneuerbare Energie
Erneuerbare Energie ist Energie, die aus Quellen gewonnen wird, die erneuerbar (regenerativ) bzw. praktisch unerschöpflich sind. Erneuerbare Energiequellen umfassen Solarenergie (photovoltaische und solarthermische), Wind, Wasserkraft, Biomasse, geothermische Energie, sowie Wellen- und Gezeitenenergie.
Man kann zwei Typen von Subventionen unterscheiden: Exportsubventionen und Inlandssubventionen: Eine Exportsubvention ist ein geldwerter Vorteil, der einem Unternehmen von der öffentlichen Hand zuerkannt wird und sich auf Exporte bezieht. Inlandssubventionen beziehen sich nicht auf Exporte. Subventionen können gewährt werden in Form von einer Geldgutschrift (Transferzahlung) an den privaten Sektor oder in Form von Steuerermäßigungen/-nachlässen. Subventionen zugunsten erneuerbarer Energien fallen unter die Inlandssubventionen und helfen der Industrie, die Preise für Energie, die aus erneuerbaren Energiequellen gewonnen wird, niedrig zu halten und fürdern daher die Nutzung erneuerbarer Energien.
Ton oil equivalent / Tonne Öleinheit
Ton oil equivalent (Toe) / Tonne Öleinheit
Eine Tonne Öleinheit ist eine Energieeinheit. Sie beschreibt den Energieoutput der Verbrennung von einer Tonne Öl. Diese Einheit wird oft benutzt, um den Energieverbrauch oder die Energieproduktion eines Landes zu beschreiben. Die Einheit wird auch benutzt, um Vergleiche zwischen verschiedenen Energieträgern zu machen. Eine Tonne Öleinheit ist als 41.868 GJ definiert.
UNFCCC
United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) / UN Klimarahmenkonvention
United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) / UN Klimarahmenkonvention
Die UN Klimarahmenkonvention setzt einen Rahmen für die internationale Klimaschutzpolitik, mit dem Ziel "die Stabilisierung der Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu erreichen, auf dem eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindert wird." Die Klimarahmenkonvention wurde 1992 auf der United Nations Conference on Environment and Development (Earth Summit) in Rio de Janeiro beschlossen. Das übereinkommen trat am 21. März 1994 in Kraft, nachdem über 50 Staaten den Vertrag ratifiziert hatten. Im Jahr 2009 waren 191 Staaten und die Europäische Gemeinschaft Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention, die somit über beinahe universelle Mitgliedschaft erfügt.